Stephanie Blesene, geboren 1970, Lebensgenießerin und Mutter von Taika.
Zusammen mit meiner Tochter lebe ich in einem kleinen Ort umgeben von Natur, Wald und Seen südlich von Oldenburg.
Was hatte mich 1997 dazu bewegt „Erzieherin“ zu werden? Schon die gewaltbesetzte Berufsbezeichnung und die berühmte Weisheit aus Afrika "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" hätten mich eher davor abschrecken sollen, denn ich wollte alles andere als an einem Kind „ziehen“ oder „zerren“. So verstand ich diesen Beruf für mich bis heute eher als „Begleiterin“, „Zuhörerin“, „Ideenlockerin“.
Nach dem Abitur war ich übersättigt mit trockenem Schulstoff, ich wollte raus und mit Menschen und Kindern in Kontakt kommen. So entschied ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Tagesbildungsstätte für behinderte Kinder und Jugendliche.
Dieses Jahr legte den Grundstein für meine spätere Arbeit.
Während und nach meiner Ausbildung machte ich Station auf einer Stadtteilfarm, lernte die Arbeit in einem Waldorfkindergarten kennen, arbeitete in einem kirchlichen Kindergarten, später in einem Jugendzentrum.
Inzwischen leite ich im Naturkindergarten Hosüne seit über sieben Jahren eine Gruppe von zehn Kindern und erlebe täglich den lebendigen Vormittag mit vielen neugierigen Kindern und zwei tollen Kollegen zwischen Nutzgarten, Haus, Werkstatt und Wald.