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Kastanien-Gesicht

Wenn uns die ersten braunen Kastanien vor die Füße kullern, ist der Herbst nicht mehr weit. Dieses Gesicht entstand aus einer Kastanie, einem Teil ihrer stacheligen Hülle, etwas Moos als Haare und einer Gewürznelke als Nase. Am besten bohrt man das Loch für die Nase mit einem Handbohrer vor – so kann man die Nelke leichter... mehr

Tonspinne

Ich gebe zu, Spinnen gehören auch bei mir immer noch nicht zu meinen Lieblingstieren. Um so mehr möchte ich die Scheu vor ihnen abbauen und auch Kindern einen natürlichen Umgang mit den Achtbeinern ermöglichen, denn Spinnen, von denen es in Deutschland etwa 850 Arten gibt, sind durchaus sehr nützliche Tiere! Im Sommer bauen sie z.B. kunstvolle Netze vor unseren Fenstern und helfen dadurch, die uns oft lästigen Mücken zu fangen. Durch neugieriges Beschäftigen mit diesen Tieren können Vorbehalte, Berührungsängste und Gruselgefühle spielerisch abgebaut werden. Materialien: Becherglas und Lupe für die Beobachtung, Ton oder Knete und kleine Stöckchen für die Tonspinne. Für die Kinder ist es interessant, eine Spinne sicher aus der Nähe anzusehen -dafür eignet sich sehr gut ein Lupenbecherglas, in dem man für eine kurze (!) Zeit eine Spinne gefangen hält. Danach modellieren die Kinder mit Knetmasse und Stöckchen kleine und große Tonspinnen. Und nicht vergessen: Lebende Spinne wieder frei... mehr

Eichhörnchenspiel

Wenn es Herbst wird, verbuddeln die Eichhörnchen Nüsse, Eicheln und andere Früchte für schlechte Winterzeiten in der Erde. Ebenso verstecken alle Kinder leidenschaftlich gerne! Als Einstimmung für dieses Spiel im Wald verdecken wir (ohne dass die Kinder es vorher sehen!) ein größeres einlaminiertes Eichhörnchenbild (Foto von einem Kalender eignet sich z.B. gut) mit Herbstlaub. Danach stellen sich die Kinder in einem Kreis drum herum. Jedes darf nun nacheinander ein paar Blätter mit einer Hand abnehmen. Nach und nach kommt so das Bild zum Vorscheinen. Wer das Tier erkennt, tippt auf seine Nasenspitze, verrät die Lösung aber noch nicht. Ist das Eichhörnchen zu erkennen, verteile ich pro Kind drei Eicheln oder Nüsse, die die Kinder nun vertecken und sich die Stellen gut merken sollen. Wenn alle verbuddelt sind, erzähle ich von Eichhörnchen: Wie sie leben usw. Anschließend sollen die Kinder die verbuddelten Früchte wieder... mehr

Jahreszeitentisch

Der Jahreszeitentisch bringt ein Stück Natur in unseren Gruppenraum und unser Zuhause – nicht nur für Kinder. Die Natur ist etwas sehr empfindliches, schützenswertes und kostbares. Der Jahreszeitentisch erinnert uns in besonderer Weise jeden Tag aufs Neue daran und verbindet uns mit der Natur. Ein Kind nimmt im Alltag meist ganz unbewusst Veränderungen im Jahreslauf wahr. Indem wir den Kindern ermöglichen, oft draußen zu sein, pflegen wir ihre Empfindsamkeit für die Welt, die sie unter freiem Himmel umgibt. Es gibt viele Dinge, auf die wir unsere Kinder aufmerksam machen können. Die Kinder können sensibel für die Geschehnisse der Natur gemacht werden, diese achten und lieben lernen. Niemand kann sich so sehr von Herzen an all den kleinen und großen Wundern in der Natur erfreuen wie Kinder. Das sollten wir ihnen erhalten. Durch einen Jahreszeitentisch bekommen Kinder die Möglichkeit, diese Eindrücke auch im Kindergarten (und wenn möglich, auch zu Hause) wahrzunehmen und zu bestaunen. Hier wird den Kindern die Natur und der Wandel der Jahreszeiten im Kleinen veranschaulicht, die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt das Jahr hindurch kann auf ganz besondere Weise noch einmal aufgenommen werden. Ein Jahreszeitentisch bereichert und verfeinert unsere Wahrnehmung in Bezug auf die Natur und die Jahresfeste, und hilft viel bewusster mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu schauen, was es zu entdecken und auch zu achten gibt. Mit der Zeit werden für die Kinder die Geschehnisse der Natur, der Jahreszeitenrhythmus immer begreifbarer, bald wissen die Kinder ganz von alleine, wann die Narzissen zu erwarten sind, die Gänseblümchen, Sonnenblumen, die Früchte des Herbstes usw. und sie freuen sich auf das immer Wiederkehrende. Nicht nur die Geschehnisse der Natur sind bildhaft auf dem Jahreszeitentisch zu entdecken, auch die Jahresfeste finden hier ihren besonderen Platz. Das Erleben des Jahreslaufes mit seinen wiederkehrenden Ereignissen und Festen gibt den Kindern Sicherheit, holt sie dort ab, wo sie sind, nämlich in ihrer (noch) beseelten Welt und verbindet sie in besonderer Weise mit dem, was sie umgibt. Es ist ein Platz im Haus, das kann ein Tisch sein oder ein Platz auf einem Regal oder einer Kommode. Mit farblich passenden Tüchern lege ich einen Untergrund. Auf diesem finden sich – je nach Jahreszeit… – Im Frühling: Ein braunes Tuch mit Wurzeln, Wurzelkindern, später Blumen, Blumenkindern – Im Sommer: Ein grünes oder gelbes Tuch, Blumen, Schätze aus der Natur wie gefundene Muscheln, Schneckenhäuser und Steine – Im Spätsommer: Ein Kürbis, ein paar Äpfel und Sonnenblumen – Im Herbst: Ein orangefarbenes... mehr

Zapfenkönig(-in)

Die Kinder sammeln einen großen Berg Zapfen (oder Kastanien, Eicheln…) und legen ihn auf einen Baumstumpf. Alle mitspielende Kinder dürfen nun der Reihe nach immer einen Zapfen weg nehmen, so lange, bis nur noch ein Zapfen übrig ist. Das Kind, das nun an der Reihe ist, ist der Zapfenkönig oder die... mehr

Die Geschichte vom Kartoffelkönig

Es war einmal eine große Kiste Kartoffeln. Die stand den Winter über im Keller der Großmutter im alten Haus. Ich kann euch sagen, prachtvolle Kartoffeln waren darin, eine noch dicker als die andere! Eines Tages aber, da rief es aus der Kartoffelkiste: „Ich will nicht geschält werden! Ich will nicht gekocht werden! Und gegessen werden will ich schon gar nicht! Denn ich bin der große Kartoffelkönig!“ Und das ist auch wahr gewesen! Denn mitten in der Kartoffelkiste lag der Kartoffelkönig. Der war so groß wie zwölf andere, große Kartoffeln zusammen. Gerade, als der Kartoffelkönig das gesagt hatte, kam die Großmutter in den Keller. Denn sie wollte ein Körbchen Kartoffeln holen. Die wollte sie schälen und zu Mittag mit Salz und Wasser kochen. Auch den Kartoffelkönig legte sie in ihr Körbchen und sagte: „Oh, das ist aber eine dicke Kartoffel!“ Als die Großmutter dann mit dem Körbchen aus dem Keller kam und über den Hof ging, da sprang der Kartoffelkönig, hops, aus dem Körbchen. Und er rollte so geschwind durch den Hof davon, dass die Großmutter ihn nicht einholen konnte. „Ach“, sagte sie, „ ich will die dicke Kartoffel nur laufen lassen. Vielleicht finden ein paar arme Kaninchen sie und essen sich satt daran.“ Der Kartoffelkönig aber rollte immer weiter. Da begegnete ihm der Igel. Der sagte:„Halt, dicke Kartoffel, warte ein Weilchen! Ich will dich zum Frühstück essen.“ „Nein“, sagte der Kartoffelkönig. „Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Und du, Igel Stachelfell, kriegst mich auch nicht!“ Und eins, zwei, drei, rollte der Kartoffelkönig weiter, bis in den Wald hinein.Da begegnete ihm das Wildschwein. „Halt, prachtvolle, dicke Kartoffel!“ rief es. „Warte ein Weilchen! Ich will dich geschwind essen.“ „Nein“, sagte der Kartoffelkönig. „Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Igel Stachelfell hat mich nicht gefangen. Und du, Wildschwein Grunznickel, kriegst mich auch nicht!“ Und ein, zwei, drei, rollte der Kartoffelkönig weiter durch den Wald. Da begegnete ihm der Hase Langohr. Der rief: „Halt, du schöne, dicke Kartoffel! Warte ein Weilchen! Ich will dich aufessen.“ „Nein“, sagte der Kartoffelkönig. „Großmutter mit der Brille hat mich nicht gefangen. Igel Stachelfell hat mich nicht gefangen. Wildschwein Grunznickel hat mich nicht gefangen. Und du, Hase Langohr, kriegst mich auch nicht!“ Und eins, zwei, drei, rollte der Kartoffelkönig weiter durch den Wald. Da begegnete ihm die Hexe Tannenmütterchen. Die sagte:„Halt, warte ein Weilchen, du leckerer Kartoffelkönig ich will dich kochen und essen.“ „Nein“, rief der Kartoffelkönig. „Großmutter mit der Brille hat mich nicht... mehr
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