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Steine stellen

Von der Ostsee brachte ich viele unterschiedlich große flache Kiesel mit. Diese stehen im Gruppenraum in einem schönen Weidenkorb und immer mal wieder entstehen auf unserem Teppich Steintürmchen. Inzwischen kennen die Kinder „ihre“ Steine sehr gut, welcher Stein zu welchem gut passt, denn im Gegensatz zu Bauklötzen ist die Oberfläche uneben und nicht glatt und gerade. Da ist Fingerspitzengefühl... mehr

Zecken – klein, aber lästig!

Mit Kindern viel draußen zu sein, gehört zu meinem wunderbaren Kindergartenalltag und im Sommer vergeht kaum eine Woche, wo nicht wenigstens ein Kind mit einem schwarzen Sauger auf der Haut zu mir kommt. Wir informieren unsere Kinder schon sehr früh über das Leben der Zecken, zeigen ihnen Fotos, beobachten Zecken beim Krabbeln unter der Lupe, denn so lernen sie gut mit dieser „Gefahr“ umzugehen. Somit brechen wir auch nicht in Hektik aus, wenn mal wieder die Zeckenzange zum Einsatz kommen muss. Erst einmal Ruhe bewahren! Um die Zecke nicht zu drücken und sie damit unter Stress zu setzen, nutze ich eine dünne Splitterpinzette oder eine „Zeckenkarte“. Die Karte wird mit dem Schlitz bzw. die Pinzette mit der dünnsten Stelle über die Haut gefahren und greift die Zecke so weit unten wie möglich. Dann zieht man die Zecke einfach senkrecht heraus. Der Kopf bleibt übrigens nie unter der Haut stecken, das, was manchmal schwarz zurück bleibt, sind nur Teile der Mundwerkzeuge, die im schlimmsten Fall eine „normale“ Entzündung / Rötung verursachen. Danach sollte die Stelle desinfiziert werden. Zecken gehören zu den Milben und sind überall dort zu finden, wo es Warmblüter gibt, im Wald ebenso wie in besiedelten Gebieten, wo es durch Hunde, Katzen, Igel und Mäuse ebenso Nahrung für die Blutsauger gibt. Zecken können Borreliosebakterien übertragen, diese befinden sich jedoch nicht im Speichel der Zecke, sondern im Mitteldarm und können erst durch den Blutsaugvorgang auf den Menschen übergehen. Dieser recht komplizierte Mechanismus dauert einige Zeit, man spricht von 12-24 Stunden, bis Borrelien auf den anderen Körper übertragen werden. Somit ist es sehr wichtig, die Zecke so früh wie möglich zu entfernen! Damit es aber gar nicht erst zu einem Stich kommt, helle Kleidung tragen, um die kleinen schwarzen Krabbelpunkte schnell zu entdecken, Socken über die langen Hosenbeine ziehen, denn so versperren wir ihnen den Haupteingang zum Blutbüffet! Zecken warten nämlich im höheren Gras auf vorbei streifende Wirte (Tiere wie Menschen) und fallen nicht – wie manche immer noch glauben – hoch oben von den Bäumen! Und ganz wichtig: Spätestens abends den ganzen (!) Körper absuchen, denn Zecken fühlen sich in warmen Körperritzen... mehr

Der kleine Wassermann

Der kleine Wassermann nimmt uns mit in die Unterwasserwelt des Mühlenweihers – statt mit Teppich ist das kleine gemütliche Wassermannhaus mit Sand ausgestreut, überall fließt Wasser, die Mutter kocht eigentümliche Gerichte aus Wasserlinsen und Fischeiern und der beste Freund des Wassermannes mit den gelben Gummistiefeln ist der dicke Karpfen Cyprinus. Die beiden erleben tolle Abenteuer und diese Geschichte passt hervorragend zum Thema Sommer und... mehr

Hasen-Ohren für den Garten

„Wollziest“ – auch „Lamm-, Esels-, oder Hasen-Ohr“ genannt – ist bei unseren Kindern sehr beliebt! Die weichen behaarten Blätter laden ein zum Kuscheln, reibt man darüber, entsteht ein fruchtiger Duft und nass gemacht dienen sie als „Verband“ bei kleinen Prellungen. Das Kraut liebt einen sonnigen Standort und vermehrt sich von Jahr zu Jahr zu einem Bodendecker mit schönen... mehr

Blütenfeen und Wiesengeister

Kinder haben große Freude daran, sich die Farben der Natur ins Gesicht zu tupfen! Jeweils zwei Kinder schmücken sich, in dem sie sich gegenseitig Blüten und Blätter von Wiesenblumen ins Gesicht „kleben“. Die beliebten Gänseblümchen findet man fast überall. Kleine Vaselinetupfer dienen als „Kleber“. Diese Erfahrung ist sehr sinnlich, weckt die Phantasie und so manches Mädchen verwandelte sich in eine Blütenfee, Jungen eher in einen... mehr

Filzen

Filzen mit Wolle und Seifenlauge ist eine sehr alte Methode, aus losen Fasern ein Gewebe herzustellen. Fast jeder kennt die Situation, wenn man den geliebten Wollpullover eingelaufen aus der Waschmaschine zieht! Genau dieser Vorgang passiert auch beim Filzen: Mit Hilfe von heißem Seifenwasser und viel Rubbeln und Reiben entsteht die Verfilzung und die Fasern verhakeln sich ineinander. Man kann verschiedene Wollarten verwenden: Gewaschene und gekämmte Schafwolle, die noch Wollfett enthält, gefärbte, so genannte Märchenwolle. Weiterhin ist erforderlich: Ein Stück Seife (ich verwende am liebsten Olivenölseife, Kernseife tut es aber auch), heißes Wasser (praktisch in einer Thermo-Pumpkanne bereitstellen), Backbleche oder ähnliches als Unterlage und jede Menge Handtücher! Und das wichtigste: Geduld! Naturbelassene Wolle löst viele Empfindungen aus und ich höre Sätze wie „Die Wolle ist ganz flauschig … Sie kitzelt mich … Sie ist federleicht… Sie ist warm…Sie riecht nach Schaf.“ Zu Beginn lasse ich Kinder mit der Wolle experimentieren. Sie zupfen, bewerfen sich, schnuppern, drücken, ziehen sie auseinander und ballen sie wieder zusammen. Bärte werden ans Kinn gehalten und „Schneeflocken“ fallen. In der Wolle ist noch Wollfett und so wurden die Hände durch das Spielen „eingecremt“ und samtig. Jetzt kann sich jedes Kind vorstellen, dass ein Schaf auch bei Wind und Regen draußen sein kann ohne zu frieren und nass zu werden. Das Seifenwasser muss beim Filzen so heiß sein, dass es gerade noch erträglich ist. Hände schaumig einseifen und nun hinein mit der Wolle ins heiße Seifenwasser! Triefend und schaumig kommt sie heraus. Jetzt muss sie bearbeitet werden! Der zunächst noch kleine Wollball wird leicht zusammengedrückt, mit Seife eingerieben, wieder in heißes Wasser gesteckt, ausgedrückt, in den Handflächen gerubbelt und gerollt. Und immer wieder wird dieser Arbeitsgang wiederholt – Schicht für Schicht. Durch Drücken, Einseifen, Streicheln, Kneten und Drehen verfilzt die Wolle. Filzen kann jeder! Erwachsene und Kinder haben großen Spaß dabei. Obwohl die Technik des Filzens sehr einfach und simpel erscheint, ist das Gelingen doch sehr kniffelig. Der Erfolg hängt an Kleinigkeiten. Nicht jede Wolle ist geeignet. Es muss ausnahmslos unbehandelte Schafwolle sein, die noch das Wollfett enthält. Sonst ist jede Mühe umsonst! Das Filzen ist eine sinnliches und sogar meditatives Erleben. Man braucht Geduld, Ausdauer und vor allem Behutsamkeit. Es kann schon 15 – 30 Min. dauern, bis z.B. eine zu filzender Wollball stabil wird. Aber die Kinder werden nicht ungeduldig, denn das Drücken, Streicheln und Glätten der seifigen Wollkugel ist im hohen Maße eine sinnenfreudige Tätigkeit. Es werden die Hände gestreichelt, sanft massiert, durch Schaum... mehr
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