In außergewöhnlichen Zeichnungen nimmt das Buch kleine und große Betrachter mit auf eine Reise in die Welt einer Fliege, die einen Mann aus seiner Einsamkeit lockt. Eines Morgens beginnt dieser zu schrumpfen und lernt die Sprache der Fliegen. Zusammen sausen die beiden durch die kleine - etwas heruntergekommene - Wohnung, laben sich an einem Siruptropfen, fahren Karussel auf einem alten Wasserhahn, der Löffelstiel auf dem Küchentisch wird zur Rutsche und wenn sie jemand fangen will, entwischen sie im letzten Augenblick.
Die Bilder in diesem Buch haben nichts von den einheitlichen bunt-grellen Illustrationen, die in so vielen Büchern zu sehen sind. Carsten Märtin fasziniert mit seinen überraschenden Perspektiven, feinen Detaills, zarten Pastelltönen und dem Blick für ein Thema, welches so in Kinderbüchern kaum zu finden ist: Armut, Einsamkeit und Ausgrenzung von Erwachsenen.
Ein interessantes Buch für Erwachsene und Kinder ab sechs, die Lust haben auf Perspektivwechsel zwischen zwei Welten.
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